Rücken an Rücken

Aspekte:
Konzentration, Integration, homosozialer Bezug, Selbstbezug, Prozess, Reflexivität

Altersgruppe:
12-16 Jahren
Gruppengröße:
4-16 Personen
Ort:
Überall
Spieldauer:
15-30 Min.
Spielarten:
Wahrnehmung
Material:
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Spielbeschreibung:
Hier steht die Kontaktaufnahme paarweise von Rücken zu Rücken mit verschiedenen Stufen der Dynamik im Mittelpunkt.
Die Gruppe teilt sich paarweise auf. Die Paare setzen sich Rücken an Rücken auf den Boden, ohne das sich die Rücken berühren oder stellen sich so hin. Auf Anweisung des Leiters beginnen sie sich vorsichtig und sanft mit den Rücken zu berühren. Langsam wird zur Steigerung aufgefordert, d.h. die Berührungen stärker werden zu lassen und Reibung in die Begegnung zu bringen. Noch intensiver wird es, indem die Paare beginnen sich wegzudrücken, d.h. gemeinsam gehen sie ein bisschen in die Knie, bleiben Rücken an Rücken und versuchen einander durch den Raum zu schieben. Als weitere Steigerung kann die Stimme beim Wegdrücken eingesetzt werden. Nach der intensivsten Stufe ist eine Zurückführung in ein langsameres und vorsichtigeres Miteinander bis hin zur Loslösung notwendig.
Hinweise und Fragen zur Auswertung und zum Transfer in das alltägliche Leben:
Wie habt Ihr die Begegnung/Berührung erlebt?
Habt Ihr Besonderheiten am Körper des anderen wahrgenommen?
Gab es besondere Vorkommnisse?
Welche Stufe der Berührung war die angenehmste?
Welche Form war möglicherweise nicht auszuhalten?
Was habt Ihr über eure Kraft herausgefunden?
Mit den Fragen werden schon entscheidende Dimensionen und Intentionen der Übung aufgezeigt. Neben den verschiedenen Stufen der körperlichen Berührung ist es für die Jungen eine Freude, ihre Kraft zu messen und dabei Erfahrungen mit ihrer Dynamik zu machen. Dies ist gerade bei „leisen“ Jungen ein Weg ihre Dynamik zu mobilisieren.


Vorbereitung:
Während der Aktionsphasen ist erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich.


Sicherheit:
Jungen reagieren auf den ersten Teil der Übung häufig befremdlich, weil der zarte Umgang miteinander sehr ungewohnt ist. Hier bedarf es der guten und behutsamen Lenkung in der Anleitung. Es ist wichtig, im zweiten Teil darauf hin zu weisen, dass nicht aus dem Kontakt gegangen werden darf. Ansonsten kann es zu Verletzungen kommen. Abbrüche der Übung sind bei dem Partner anzumelden, so dass er sich darauf einstellen kann.
Die Übung nimmt die Jungen mit in die verschiedenen Dynamiken des Körperkontaktes, vom Langsamen und vorsichtigen bis hin zum Kraftvollen und schnellen Kontakt. Dies ist für die Selbstbehauptung wichtig, weil alle Dynamiken Berechtigungen haben, sie müssen aber durch die einzelne Person abzuschätzen sein. In dem anschließenden Gespräch ist durch die Themenfelder von Stärke / Schwäche sicherlich auch der Mut zur Zärtlichkeit ein wichtiger Bezug.


Variation:
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